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Mathe - Leistungskurs bei Frau Westhofen Beginn des Studiums in der 11.2
von Michael Robens und Martin Schindler
Wir (20 mutige Schüler) wählten in der 11.1
Mathematik-LK bei Frau Hilde Westhofen. Entgegen aller Erwartungen haben es
dann noch 17 Studenten bis zum bitteren Ende ausgehalten.
Die Anforderungen waren recht einfach:
- Durchhaltevermögen (auch nach fünf vergeblichen Versuchen, eine Aufgabe zu
lösen, versuchten wir es auch noch ein sechstes mal)
- Gedächtnis wie ein Computer (frei nach dem Motto: 'Das Ergebnis müsstet ihr noch
aus der 12.1 wissen')
- Aufnahmefähigkeit
(der Stoff aus drei Wochen wird in zwei Stunden durch-genommen, um dann eine
Stunde Zeit zu haben, um verwaltungstechnische Dinge zu regeln)
Verzweifelt
versuchten wir das Schicksal von uns abzuwenden. 'Wie war das mit der Weihnachtsfeier?'
Antwort: 'Ich habe hier noch eine Liste, da können sich ja alle eintragen, dann
sind wir ja morgen damit fertig. So jetzt holt mal eure Bücher 'raus und rechnet
die Aufgaben auf Seite XX.'
Aber
Hilde war uns einmal im Jahr eine gute Mutter. Dieser Tag war nicht irgendeiner
unter vielen, sondern ein ganz bestimmter. Welcher? Tja, das war der 06. Dezember.
Mami war dann immer gut gelaunt und wir durften die von ihr ausgeteilten Nikoläuse
im Unterricht essen. Jedoch nur wenn man sie sofort auspackte, innerhalb
von zwei Sekunden im Mund hatte und im gleichen Moment noch runterschluckte,
ansonsten hieß es: 'Holt eure Bücher 'raus und packt das Essen weg!'
Es
gab aber auch lustige Augenblicke in den Mathestunden. MW und DS unterhalten
sich angeregt. Man lacht, ist gut gelaunt und aufeinmal wird es still. Was ist
los? MW wurde freundlich von Frau Westhofen gefragt, wie das Ergebnis, der an
der Tafel angeschriebenen Aufgabe lautet. MW schaut verdutzt in die Landschaft
und versucht verzweifelt die Antwort an der Decke, im Fenster oder auf dem Boden
zu finden, doch dort ist sie nicht. QMS flüstert von hinten 'SIEBEN'. Das richtige
Ergebnis hätte ein Schüler der Klasse fünf auf Anhieb gewusst: -1! Der folgende
Dialog ergab sich daraus:
MW: 'Was?'
QMS: 'Sieben!'
MW: 'Sieben?'
QMS: 'Ja Mann! Sieben, sach dat, dat is auf jeden Fall richtig!'
MW: 'Ja, sieben, ist doch klar!'
W: 'Bitte? Was meinst du?'
MW: 'Sieben! Das kann man doch sofort sehen!'
W: 'Ich glaube ich sehe auch sofort, daß du nicht aufgepasst hast.'
MW: 'Frau Westhofen, ich als ob ich net aufjepasst hätte. Ich bin der einzige, der hier aufpasst!'
Die
französische Revolution ist an Frau Westhofen völlig spurlos vorbeigegangen.
Sie lebt die Zweiklassengesellschaft! Da gab es nämlich die letzte Reihe und
den Rest. Sobald die letzte Reihe die Aufgabe gelöst hatte besprach man hinten
die verschiedenen Lösungswege und der Rest mühte sich, die Aufgabe ansatzweise
zu lösen.
Die
Notengebung war alles in allem gerecht, allerdings bekamen einige den überall
bekannten Blondinenbonus. Das Kursklima war auch recht gut, und in diesem Leistungskurs
hat man als Schüler auch etwas gelernt, was man nicht von jedem Leistungskurs
behaupten kann! Nicht wahr, Herr Schmitz?
Hilde,
bleib' wie Du bist, aber kauf' beim nächsten mal die lila Weihnachtsmänner;
mit zarter Schoki von Milka und einer knackigen Füllung! Trotzdem: War cool,
men!!!
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